Immer mehr Unternehmen übernehmen soziale Verantwortung. Das nutzt nicht nur dem Unternehmen, sondern der gesamten Gesellschaft.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich für die Umwelt und seine Mitmenschen einzusetzen. Privat aber auch als Firma. Wir haben uns deswegen die Frage gestellt, was wir tun könnten. Die Antwort: Viel. Aber wo fangen wir an?

Wie wäre es mit “klimaneutral”? 

Vor drei Jahren diskutierten wir die Idee, als Agentur klimaneutral zu werden. Klingt gut, dachten wir. Um das Siegel “klimaneutral” auch offiziell tragen zu dürfen, mussten wir jährlich berechnen, was wir an CO2 -Emissionen produzieren. Reisen, Energiekosten, Papierverbrauch, Einkäufe – alles wurde in ein Onlineprogramm erfasst. Beim Errechnen der Emissionen wurden wir von einem Unternehmen unterstützt. Unsere Emissionen wurden dann am Ende durch die finanzielle Unterstützung von Klimaschutzprojekten kompensiert – wir durften uns als “klimaneutral” bezeichnen.  

Nächster Schritt: Soziale Verantwortung

Auf unserem letzten digitalen Kick-Off haben wir viel über uns als Unternehmen diskutiert: Wo geht es hin, wofür stehen wir, was können wir ändern. Erstaunlicherweise waren wir uns beim Thema “Umweltschutz” alle einig: wir möchten uns weiter für die Umwelt einsetzen, aber wir möchten andere und neue Wege gehen. Wir wollten soziale Verantwortung übernehmen. Das bedeutete für uns, dass wir unser Engagement überdenken mussten. Denn soziale Verantwortung von Unternehmen (engl. corporate social responsibility = CSR) bedeutet weitreichenderes Engagement.

Was ist Corporate Social Responisibility?

Die EU definiert CRS wie folgt: “ […] ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.“

Immer mehr Betriebe erklären sich freiwillig dazu bereit, ökologisches und soziales Handeln in ihre Unternehmenspraxis zu integrieren. Die Gründe sind vielfältig: Druck von außen, eigenes Interesse, Steigerung des Ansehens, Kostensenkung durch Effizienz. Ziel des Konzepts ist es, dass Unternehmen Verantwortung für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft übernehmen. Dementsprechend müssen sie ihre Praxen anpassen oder bessere Lösungen finden. Die neuen Ansätze sollen Vorteile und Verbesserung für die Gesamtbevölkerung bringen. Das meint die direkten Mitarbeiter, genau wie die Zulieferer oder die Dorfbewohner, in deren Umgebung Rohstoffe gewonnen werden. Nicht nur Gewinne im Auge haben, sondern auch die Chancen und Möglichkeiten des Unternehmens nutzen, um zurückzugeben.

Nicht nur sozial

Dabei umfasst das Konzept mehr als die deutsche Übersetzung “sozial” vermuten lässt. Es geht zudem um ökologische und ökonomische Aspekte: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nennt hier zum Beispiel “faire Geschäftspraktiken, mitarbeiterorientierte Personalpolitik, sparsamen Einsatz von natürlichen Ressourcen, Schutz von Klima und Umwelt, ernst gemeintes Engagement vor Ort und Verantwortung auch in der Lieferkette.”

Viele große Unternehmen schaffen dafür eine eigene Abteilung, die sich mit dem Thema soziale Verantwortung auseinandersetzt. Hier werden Zulieferer im Ausland besucht und Lieferketten überprüft – mehr oder weniger erfolgreich.

Kleines Unternehmen = keine Möglichkeit?

Für kleinere Betriebe ist es in der Regel nicht möglich eigene Abteilungen zu schaffen. Dazu fehlen Personal und finanzielle Mittel. Das Problem mit den Lieferketten zeigt sich leider auch in unserer alltäglichen Arbeit. Auch wir bestellen, wenn es schnell gehen soll, mal ein Kabel beim Onlineversandhändler. Das kommt dann eventuell aus dem Ausland. Wir wissen weder woher die Rohstoffe für das Produkt kommen, noch unter welchen Bedingungen es angefertigt wurde. Auch aufgrund mangelnder Alternativen ist es schwer, eine andere Wahl beim Einkauf zu treffen. Trotzdem gibt es auch für kleinere Unternehmen Wege ihren Beitrag zu leisten.

Umweltschutz

Müll sammeln beim Wandern

Wir sind der Meinung, dass schon die kleinen Dinge etwas bewirken können: der letzte macht das Licht aus, richtige Mülltrennung, Einkauf für die Büroküche regional und fair. Unsere Dienstreisen verrichten wir weitestgehend mit dem Zug und wer kann, lässt das Auto stehen und kommt mit den Öffentlichen oder dem Fahrrad zur Arbeit. Im April 2021 haben wir eine interne Müllsammelaktion gestartet: jeder Kollege sammelt beim Spazierengehen auf, was er an Müll in der Umwelt findet. Das löst zwar nicht das große Problem, aber jedes ausgesammelte Teil ist eines weniger in der Natur.

Wir haben zudem mit unseren XOXO-Produktionen eine Möglichkeit geschaffen, Emissionen einzusparen: Reisen sowie Anfahrten für das Team sind nicht nötig, gedreht wird remote.

Angenehme Arbeit

Wie zu Beginn erwähnt, möchten wir uns über den Umweltschutz hinaus engagieren. Anfangen können wir in unserer eigenen Agentur. Wir arbeiten mit einer flachen Firmenhierarchie. Das heißt bei uns kann sich jeder einbringen. Wir pflegen ein freundschaftliches Miteinander – wir sitzen abends beim Feierabendbierchen zusammen, machen mittags gemeinsam Entspannungsübungen und veranstalten Filmabende. Das bedeutet auch, dass wir offen und ehrlich miteinander umgehen möchten. Teammitglieder sollen sich wohlfühlen. Das stärkt das Team und die Arbeit wird angenehmer und besser.

Soziale Verantwortung einer Videoproduktion

Wir möchten unser Engagement auch mit etwas verbinden, was wir gut können: starke Videos produzieren. Deswegen arbeiten wir jedes Jahr mit einem sozialen Projekt oder einer Organisation zusammen und unterstützen sie mit einem Video – von der Konzeption bis zum fertigen Film. Denn wie wir alle wissen, ist Bewegtbild die beste Möglichkeit, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Wir haben uns für neue Wege entschieden und tragen das Label “klimaneutral” nicht mehr. Unser Engagement haben wir jedoch ausgeweitet. So haben wir zudem einen zusätzlichen Urlaubstag den Teammitglieder nutzen können, um sich für eine Herzensangelegenheit ihrer Wahl zu engagieren.

Das Konzept der Corporate Social Responsibility bietet verschiedene Möglichkeiten und Denkanstöße. Es soll nicht nur das Wohlbefinden der Mitarbeiter und Mitmenschen steigern, sondern auch die Umwelt schützen. Wenn man es richtig anstellt, bedeutet das auch für die Firma eine Gewinnsteigerung – durch Mitarbeiterzufriedenheit, Effizienz und Steigerung des Ansehens. Wir engagieren uns weiter, schauen regelmäßig, wo wir uns noch verbessern können. Wir möchten Verantwortung übernehmen.

Du möchtest mehr darüber erfahren oder kannst dir dein nächstes Bewegtbildprojekt mit uns vorstellen? Schreib uns!

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