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Helpday: Der Gnadenhof EL SANTUARIO

Jedes Teammitglied bei uns hat die Möglichkeit einen „Helpday“ einzureichen. Einen Tag, an dem man sich ganz dem persönlichen Herzensprojekt widmen kann – sei es im sozialen Bereich, dem Umweltschutz oder, wie im Fall von Annika, im Bereich des Tierschutzes. Unsere Partner Managerin hat ihre Eindrücke festgehalten:

 

EL SANTUARIO – ein Gnadenhof für Pferde, Ponys, Esel, Maulesel, Katzen und Hühner

Meinen sozialen Tag habe ich auf Ibiza umgesetzt. Die Insel ist nicht nur meine zweite Heimat seit mehr als 23 Jahren, sondern hat neben tollen Stränden, leckerem Essen und Sonne satt, auch noch viel mehr zu bieten. Beispielsweise Menschen wie Svabodi und Paul, die abseits von allem Trubel einen kleinen Gnadenhof für Pferde, Esel, Katzen und manch anderem Federvieh betreiben.

 

 

Svabodi und Paul

Die beiden haben sich 1968 auf Ibiza kennengelernt, sie war damals tätig als Krankenschwester und er als Schreiner. Die beiden beschlossen zusammen zu leben und mieteten gemeinsam eine Finca.

Als Krankenschwester wurde Svabodi zu vielen älteren einheimischen Inselbewohnern gerufen, um zu pflegen und zu helfen. Bei ihren Krankenbesuchen sah sie auch erschüttert verwahrloste Hunde, Hunde an Ketten, abgemagerte Pferde und Esel in verdreckten, dunklen Ställen, manche knöcheltief im eigenen Kot. Viele Tiere erhalten von ihren Besitzern auch heute kaum genug zu Fressen, wurden von Bauern als Nutztiere an die Kinder vererbt, die verwahrlost angekettet werden. Pferde, Esel, Maulesel waren oft aufs Skelett abgemagert, ungerührt wird kaum bemerkt, wie das Tier langsam stirbt.

Diese Zustände ließen den beiden keine Ruhe mehr: das Wohl der Tiere steht an erster Stelle in ihrem Leben. Sie beschließen einen Gnadenhof für diese armen Lebewesen zu gründen.

 

Der Hof

Dank göttlicher Vorsehung wurde ihnen ein passendes Grundstück, mitten im Wald gelegen, von einem ibizenkischen Bauern zur Verfügung gestellt – die Voraussetzung, mit einem Gnadenhof zu beginnen. Sie nannten ihr Vorhaben EL SANTUARIO.

So wurden Freiluft-Ställe und Unterstände selbst gezimmert. Das Holz dazu stammte von Paletten vom Müll, die Plastik Planen werden beispielsweise aus alten Katzenfuttersäcken gefertigt.

Auf EL SANTUARIO betreuen Svabodi und Paul zur Zeit 12 Pferde, Maulesel und Ponys. Zudem bevölkern noch Katzen und Hühner den Ort, wo es etwas zu Fressen gibt.

Die beiden versorgen noch zusätzlich eine Katzenkolonie außerhalb des Gnadenhofs. Svabodi, selbst stark sehbehindert, kann seit Jahren ihren Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben und ist 74 Jahre alt. Auch Paul muss im reifen Alter überall noch Arbeiten annehmen, damit sie Futter kaufen können. Beide tragen nur gebrauchte Kleider, ja sogar Unterwäsche. Aber den tierischen Bewohnern auf dem Hof fehlt wirklich gar nichts und sie leben in kleinem Gruppen in schönen Offenställen. Mittlerweile sind die beiden auf einen festen externen Mitarbeiter angewiesen, dessen Lohn neben den Futterkosten das meiste Geld verspeist.

 

Unser Besuch

Und trotz dieser Not: Svabodi hat sich über 1,5 stunden für mich und meinen Sohn Zeit genommen, um uns jeden Mitbewohner und auch den Hof vorzustellen. Jeder Vierbeiner durfte gefüttert werden, es gab schöne Klettermöglichkeiten für mein Kind, interessante Pflanzen, wie der Algarve, zum Bestaunen und natürlich anhängliche Katzen zum Schmusen.

Besonders das Schicksal von drei Mini Ponies hat mich persönlich berührt. Diese wurden mit 30 anderen Ponies in einem Anhänger von Rumänien nach Ibiza verschachert, um dort an reiche Familien als Spielponys für den Garten verkauft zu werden. 15 dieser Ponys purzelten schon tot aus dem Anhänger, denn sie waren über Tage ohne Futter und Wasser. Vier von den Ponys konnte Svabodi retten und aufpäppeln. Drei davon leben bis heute Ihren Lebensabend dort. Ein anderes wurde einfach vom Hof gestohlen und später, wohl von einem Auto erfasst, tot an einer Straße gefunden.

 

Geld ist knapp

Das Geld auf dem Gnadenhof war und ist immer knapp. EL SANTUARIO ist auf Spenden angewiesen, um die Tiere überhaupt ernähren zu können. Denn Futter wird vom Festland importiert, da Ibiza bekanntlich wenig Raum für Wiesen bietet. Dies ist eine immer währende Sorge. Auch Tagesbesucher, die sich den Gnadenhof anschauen und ab und zu eine kleine Spende dagelassen haben, fallen wegen der Corona-Pandemie nun schon seit über einem Jahr weg. Außerdem müssen alle Tiere von Amts wegen geimpft und mit Mikrochip versehen sein.

Im Frühjahr ist immer die Lieferung der Heuballen zu bezahlen, sowie die Betreuung und Fütterung der fast 100 Katzen. Ohne die tägliche Fütterung und ohne Kastration der Neuankömmlinge wären auch diese kleinen Fellnasen verloren.

 

Spenden für den Hof

Ohne Touristen und Spenden von Externen droht der Gnadenhof EL SANTUARIO nun unterzugehen. Deshalb möchten wir auf die Probleme des Gnadenhofs aufmerksam machen mit der Bitte zu helfen und den Hof mit Spenden zu unterstützen. Für jede Familie oder Interessierte lohnt sich ein Besuch auf dem Hof mit vorheriger Ankündigung (Telefon: 0034-971 347437).

 


SPENDEN

EL SANTUARIO
IBAN: ES82 0081 1406 9300 0100 0507
BIC: BSAB ESBB

(Für die Steuer in Deutschland genügt der Einzahlungs-/Überweisungsbeleg bis 300 Euro.)

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