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Und bitte: Tipps für Interviews

Es ist soweit: Du wirst interviewt. Und das vor laufender Kamera. Bei manchen sorgt das immer noch für schlaflose Nächte und führt zu Unsicherheit, weil es einfach eine ungewohnte Situation ist. Wir geben dir Tipps, wie du gut vorbereitet vor die Kamera trittst. Doch zunächst ein wichtiger Hinweis in eigener Sache: Ruhe bewahren. Die Situation vor der Kamera mag zu Anfang etwas ungewohnt sein. Die vielen Personen am Set. Eine Linse, die nur auf dich gerichtet ist. Alleine das Lesen und Visualisieren dieser Situation kann Stress hervorrufen.  

Aber keine Sorge, schon nach wenigen Minuten wirst du dich daran gewöhnen. Stell dir einfach vor, du führst ein Gespräch, das beliebig oft wiederholt werden kann. Wichtig ist, dass du uns vertraust. Aber wir haben uns doch gerade erst kennengelernt? Keine Sorge, wir machen den Job seit über 10 Jahren. Deshalb: Bleib gelassen und wir kümmern uns um den Rest. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten: 

Wie lange dauert ein Interview? Für ein Interview planen wir in der Regel mindestens 2 Stunden ein. Du hast somit genug Zeit und müssen nicht hetzen. Du bekommst jedoch im Vorfeld ein Zeitfenster, damit wir den Tag mit allen Beteiligten planen können. 

Gibt es einen Teleprompter? Sollte dir das freie Sprechen schwerfallen, hat das Team auf Anfrage einen Teleprompter im Gepäck. Doch wir sind überzeugt, du schaffst es auch ohne. 

Lieber stehen oder lieber sitzen? Hier richten wir uns nach den Räumlichkeiten und der Story. Unser Tipp: Im Stehen kommt die Körpersprache meist von ganz alleine. 

Wie kleiden? Wir wollen ein authentisches Interview drehen. Das heißt, du solltest dich jederzeit in Ihrer Kleidung wohlfühlen und nicht verkleidet wirken. Vermeide Kleidung mit sehr feinen Mustern, wie Karomuster kleiner als Fingerbreite. Verzichte auf Unternehmensfarben oder die des Film-Auftraggebers, da das zu werblich wirkt. Trage Kleidung, in der du dich wohlfühlst und die deiner „Rolle“ entspricht.  

Werde ich geschminkt? Wir kümmern uns darum, dass du ein gutes Bild machst: Leichtes Pudern reicht in der Regel aus. Auch hier möchten wir, dass du dich wohlfühlst und dir nicht verkleidet vorkommst. Achte auch auf eine frische Maniküre, falls du Produkte vor der Kamera vorführst. Je nach Drehsituation gibt es sehr nahe Detailaufnahmen. 

Welcher Raum eignet sich am besten? Große, leise und repräsentative Räume sind perfekt für ein Interview. Denn je üppiger der Raum, desto mehr Bildtiefe entsteht in der Aufnahme. Die Räumlichkeiten sollten zum Thema und zum Interviewpartner passen. Für moralischen Beistand darf deine Lieblingstopfpflanze Ute also ruhig im Hintergrund stehen bleiben.  

Welche Zugänge benötigt PAGES für die Dreharbeiten? Damit wir zügig mit der Arbeit vorankommen, sollten die Zugänge zu Drehorten für Interview und Schnittbilder gegeben sein. Melde uns, falls nötig, bei der Sicherheit an – so können wir auch im Alleingang einige Schnittbilder abdrehen. 

Worüber freuen wir uns noch? Habt ihr einen Parkplatz für uns? Wer ist Ansprechpartner vor Ort und dürfen wir die Handynummer der Person für Kurzfristigkeiten haben? Klasse, das hilft uns für einen entspannten Drehtag! 

Jetzt wird es ernst: Die Interviewsituation 

Der Ablauf: Die regieführende Person oder Kameraperson stellt die Fragen. Keine Angst vor falschen Sätzen oder Antworten. Gerne wiederholen wir so lange, bis die Aufnahme passt. Mach dir auch gerne einen Notizzettel, aber lege diesen im Interview aus deiner Reichweite. Unser Tipp: Stelle dir vor, du erzählst deine Story einer guten Freundin oder Familienmitglied im Lieblingsrestaurant. 

Die Kamera: Wenn die Kamera dann läuft, solltest du nicht direkt reinblicken. Schau lieber der interviewführenden Person in die Augen. Gerne kontrollieren wir das Bild auch über den Monitor. Unser Tipp: Blicke beim Interview auf die Stirn der fragestellenden Person. 

Und bitte: Eine Videoproduktion folgt bestimmten Abläufen: Die für den Ton verantwortliche Assistenz und Kameraperson geben dem Regisseur ein „Go“, dass die Technik läuft. Daraufhin gibt die regieführende Person mit „Und bitte“ das Zeichen zum Starten deines Textes. Unser Tipp: Warte vor und nach deiner Aussage etwa 1 bis 2 Sekunden ab. Diese Sekunden helfen uns später im Schnitt. 

Verflixte Versprecher: Füllwörter wie „ähm“ sind ganz menschlich und werden im Schnitt entfernt. Du musst deine Antwort also nicht unterbrechen, außer die regieführende Person möchte es so. 

Optimierung: Fällt dir während des Sprechens spontan eine bessere Formulierung ein, beende die Antwort ganz ruhig. In vielen Fällen lassen sich Formulierungen im Schnitt abändern – stoppst du jedoch ganz plötzlich und fängst dann neu an, geht das meist nicht. Am Ende haben wir beide Versionen aufgenommen und können im Schnitt noch Entscheidungen treffen. 

Antworten: Integriere die Fragestellung in deine Antwort, damit funktionieren sie im Film ganz allein. Denn im Film wird die Fragestellung meistens nicht zu hören sein. 

Nun hast du die wichtigsten Do’s und Dont’s gelernt und dein Interview wird perfekt. Und falls nicht, umso besser: wir sind alle nur Menschen und Authentizität macht den Film besser. Hast du noch Fragen, sind wir natürlich gerne zur Stelle: unter projektmanagement@pagesmedia.de erreichst du unser Team, das dich gerne bei der Planung und Durchführung deines Interviews unterstützt.   

Und jetzt viel Spaß – das wird klasse!

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