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Lisa goes… Robodog

In unserer Blogreihe „Lisa goes …“ schicken wir unsere Projektmanagerin & Marketingqueen auf verschiedene Drehs und lassen sie Set-Luft schnuppern. Was sie dabei erlebt und welche Highlights so ein Dreh mit sich bringt, hat sie hier festgehalten.

 

Folge 1: Lisa goes Robodog

Wie Fiktion zur Realität wird

 

Dieser Frage gehe ich direkt bei meinem allerersten Dreh für PAGES nach. Als ich gehört habe, dass wir zusammen mit Microsoft und Cluster Reply einen Dreh mit einem Roboter Hund Spot von Boston Dynamics haben, drängelte ich mich direkt vor als Assistent dabei zu sein.  

Viele von uns kennen wohl die Folge von Black Mirror, bei der die Robodogs ein Eigenleben entwickeln und bewaffnet Menschen hinterherjagen. Doch wie realistisch ist so ein Szenario in der heutigen Zeit? Einige Folgen der Serie sind ja doch näher an der Realität, als wir uns das manchmal wünschen würden.  

Meine Erkenntnisse aus dem Dreh und der Recherche, die ich im Anschluss betrieben habe, möchte ich daher gerne teilen.

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Zum Hintergrund: Bei dem Dreh ging es darum zu zeigen, wie der Azure Spot (Robodog) Schäden an Mietwägen erkennen kann und dann automatisch mit Hilfe eines Dashboards, die dadurch entstandenen Kosten direkt an den Kunden weitergeben kann.  

In unserem Fall wurde der Azure Spot ferngesteuert und um das Auto gelenkt, sodass die auf ihm angebrachte Kamera das Auto scannen und die Schäden erkennen konnte.  

 

Fakten zu Spot 

Der Grundpreis des Spots liegt bei ca. 75.000 Dollar. Je nachdem, welche Zusatzfunktionen man braucht (z.B. einen Greifarm, eine Kamera oder spezielle Sensoren) kann der Preis noch steigen.  

Mit 35 kg bringt er ein ordentliches Gewicht auf die Waage. Das kann zum Beispiel bei längeren Einsätzen z.B. in einem Polizeieinsatz zu einem Problem werden. Durch die Akkulaufzeit von ca. 1,5 Stunden (die durch verschiedene Zusatzfunktionen noch beeinträchtigt wird), kann Spot schnell der Saft ausgehen und er muss getragen werden. Zudem ist Spot mit 1,6 m/s (das entspricht einer Geschwindigkeit von 5,76 km/h) auch derzeit noch nicht der Schnellste. 

 

 

 

Doch wie eigenständig können solche Roboter agieren?  

In Amerika gibt es schon Szenarien, bei welchen diese Hunde durch eine KI so programmiert wurden, dass sie eigenständig Gesichter oder zum Beispiel Kennzeichen erkennen können. Ebenfalls kann der Spot mit zusätzlichen Funktionen wie Kameras oder auch Waffen ausgestattet werden. Das verstößt zwar gegen die Bedingungen von Boston Dynamics, da Spot nicht für Krieg oder Verteidigung eingesetzt werden darf, lässt sich aber im worst case auch nicht vermeiden oder nachverfolgen. So wurde beispielsweise in Frankreich bei einer militärischen Übung Spot eingesetzt, um Einsätze zu begleiten und zu testen, inwiefern ein Einsatz anders ablaufen würde, wenn man einen Spot z.B. vorne an der Front als Beobachter einsetzt. Bisher wurden die Roboter aber fast ausschließlich ferngesteuert und haben somit noch kein Eigenleben entwickelt.  

 

 

Wo wird Spot eingesetzt?  

Es gibt diverse witzige Videos von Spot im Internet, z.B. beim Seilspringen oder mit Kreide auf die Straße malend. Dadurch dass Spot mit 4 Beinen ausgestattet ist und sich wie ein Hund bewegt, kommt er mit verschiedensten Untergründen zurecht. Man kann ihn z.B. in Gebieten einsetzen, die für Menschen zu gefährlich zu Betreten sind oder auch schwer zu erreichen. Spot hält durch verschiedenste Sensoren zudem die Balance und ist nur schwer umzuwerfen. Spot kann auch mit verschiedene Zusatzfunktionen ausgestattet werden, wie z.B. in unserem Video mit Microsoft und Cluster Reply. 

 

Der Dreh war für uns auf jeden Fall super spannend und eine interessante Erfahrung. Die Bewegungen ähneln schon stark einem richtigen Hund. Er kann springen, tanzen und legt sich bei niedrigem Akkustand wie ein Hund auf den Boden. Auch die Einblicke, die wir über die Programmierung sowie die Einsatzweise des Spots durch Cluster Reply und Microsoft bekommen haben, waren etwas nicht Alltägliches. Obwohl der Dreh auch durchaus anstrengend war und wir in einer Tiefgarage bei eisigen Temperaturen gedreht haben, war es eine tolle Erfahrung und das perfekte Projekt für meinen ersten Dreh.

PS: Nach alter PAGES-Manier habe ich direkt auch im Film mitgespielt. Einfach nur rumstehen am Set ist halt nicht. 😉

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