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Medienheld: VJ

Der VJ produziert und verarbeitet alles aus einer Hand. Er braucht keine langen Absprachen, denn er ist flexibel und unkompliziert. Ein Allrounder,  ein Multitalent, der Kiosk, der nachts noch offen hat. Der heiße Kaffee am Morgen. Der… ok, lassen wir das.

 

 

Wann und Warum macht ein VJ Sinn?

Der VJ ist ein reduziertes Team für schmales Budget; kleines Technik-Setup, nur eine Person. Dadurch kann der VJ agil und flexibel agieren. Bilder um die Atmosphäre einer Veranstaltung einzufangen, schnelle Ortswechsel und ein strikter Zeitplan sind für ihn nie ein Problem. Er filmt schnell und aus der Hüfte. Ein Drehbuch ist möglich aber nicht zwingend erforderlich. Ohne zusätzlichen Assistenten, der Licht setzt und sich um den Ton kümmert, sind “gesetzte“ Interviews auf einem Event schwierig und auch einfach zu aufwändig. Kurze, knackige Interviews und Statements, die ein Event on-point untermauern, holt der VJ unkompliziert und effizient ein.

Das gehtDas geht nicht
·       „Run and Gun“ (schnelle, ungescriptete Drehs)

·       Situative, prägnante und unverfälschte O-Töne

·       Spontane und flexible Drehortwechsel

·       Zeitlich variable Drehpläne

·       Atmosphärische, authentische Aufnahmen

·       Zeitnahe Veröffentlichung

·       Kosten sparen

·       HighEnd-Ton & aufwendige Lichtsetzung

·       Parallele Perspektiven/Ereignisse

·       Große Drehbücher

·       tief gescriptete Interviews

 

Auch wenn der VJ nicht überall gleichzeitig sein kann, ist er ideal dafür geeignet Orte und Situationen spontan zu wählen und Drehentscheidungen zu treffen. Ein gutes Briefing und eine Agenda sind für ihn jedoch essenziell. So kann er sich nach dem vorgegebenen Zeitplan richten, kennt alle „Must-Haves“ und verpasst kein wichtiges Highlight.

Fazit

In erster Linie lohnt es sich, einen VJ zu engagieren, wenn:

  • das Budget für ein größeres Kamerateam fehlt
  • schnell und unkompliziert Social Media Content erstellt werden soll
  • die Atmosphäre einer Veranstaltung eingefangen
  • wenig Zeit und/oder wenig Raum zur Verfügung steht.

 

Der VJ – wenig Personal, wenig Equipment – schnell, flexibel, kostengünstig.

 

ACHTUNG ACHTUNG nicht zu verwechseln mit:

MJ, DJ, VJ – so viele J’s und keiner kennt sich aus.

Für den geneigten Leser: MJ steht für Michael Jackson, den 2009 verstorbenen King of Pop. Ob man seine Musik mag oder nicht, man wird nicht drum herum kommen zuzugeben, dass er die Musikwelt revolutionierte.

 

© giphy

 

Der DJ, Disc Jockey, wird heutzutage jedem bekannt sein. Inzwischen aus den Hobby-Kellern und dunklen Produktionszimmern herausgekrochen, jettet er nun um die Welt. In den 70ern Geburtshelfer des Hip-Hop ist er heute fester Bestandteil einer jeden guten Party.

 

© giphy

 

Beim VJ wird es nun komplizierter. VJ kann nämlich sowohl Video Jockey, Visual Jockey aber auch Videojournalist bedeuten.

Der Video Jockey wird den älteren unter uns noch aus dem linearen Fernsehen bekannt sein. Als MTV, VH1 und VIVA in den 90ern ihre Hochzeiten hatten und Musiktrends setzten. Auch als VJ bezeichnete man damals den Moderator, der die ausgestrahlten Videoclips ankündigte und kommentierte. Manch einem werden Namen wie Stefan Raab, Charlotte Roche oder Christian Ulmen bekannt sein. Sie alle haben als Video Jockeys beim Musikfernsehen begonnen.

 

© giphy

 

Ein Visual Jockey ist ein Videokünstler. Ihn selbst bekommt man selten zu Gesicht, seine Arbeit jedoch hat jeder von uns schon einmal bestaunen dürfen. Kaum ein Konzert oder eine Club-Party, die ohne ergänzende visuelle Komponente – Video oder Animationen mittels Beamer auf eine Leinwand projiziert – auskommt.

 

© giphy

 

Ein Videojournalist schlussendlich ist eine One-Man-Show, meist in der medialen Berichterstattung: Kameramann, Redakteur, Tontechniker und manchmal sogar Cutter zugleich.

© giphy

 

 

 

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