Bewegtbild hat sich im Schatten von HD, Social-Media und WebTV zu einem effizienten und sehr starken Medium entwickelt. Vor 10 Jahren waren Image-Produktionen noch sündhaft teuer. Die Digitalisierung änderte dies. Oft fragen uns Agenturen und potentielle Kunden, warum sich Bewegtbild so gut für Kommunikation und Werbung eignet. Die Gründe sind umfassend und wir haben sie in diesem Beitrag zusammengefasst. Fakten, ganz ohne Werbe-Schnickschnack. Filme werden die klassischen Medienformen nicht verdrängen, gewinnen jedoch an Bedeutung. Ein guter Videoclip weiß einen Artikel sogar perfekt zu ergänzen.
Bewegtbild ist…
1) Informativer
Wenige Sekunden eines gut gemachten Clips transportieren so viel Information wie stattlicher Text. Ein gutes Beispiel: Das Handbuch eines Mobiltelefons. Während darin in kleinen Buchstaben schrittweise Erklärungen wie “Drücken Sie diese oder jene Taste um ein Gespräch zu beginnen” stehen, sieht der Zuschauer diesen Vorgang in einem Video und versteht innerhalb weniger Sekunden was zu tun ist. In einem Bruchteil der Zeit ohne „aktiv“ zu lesen. Visuell dargestellte Zusammenhänge funktionieren durch Nachahmung. Ein Text muss ausschweifend umschreiben und Beispiele nennen.

2) Emotionaler
Bewegtbild kann in Verbindung mit Musik und einer ansprechenden Handlung ganz gezielt Emotionen wecken. Das können Text und Foto zwar auch – aber mit wesentlich mehr Aufwand. Bei der Lektüre eines bewegenden Artikels schießen weitaus weniger Leuten die Tränen in die Augen, als bei einem emotionalen Video. Der Text muss erst vom Leser in eine bildliche Vorstellung umgewandelt werden um zu funktionieren. Diesen Schritt spart sich das Medium Bewegtbild. Es zeigt sofort was Sache ist. Dadurch werden Beileid, Fürsorge oder Bedauern ausgelöst. Diese Gefühle sind tief verankert, werden aber durch gelesenes Wort nicht in diesem Umfang angeregt. Das Beispiel ist zu negativ? Das funktioniert genauso mit den Gefühlen der Begeisterung, Freude und vielen anderen. Wie sagt man: Lachen steckt an. Aber nicht, wenn ich mir als Leser erst eine Person vorstellen muss, die lacht und sympathisch ist.

3) Audiovisueller
Videos transportieren Informationen schneller als es Text und Bild alleine können. Der Zuschauer hört, sieht und fühlt die Botschaft und zwar alles zur gleichen Zeit. Einen Text muss der Leser aktiv konsumieren, ein Webvideo startet per Mausklick und der Zuschauer kann sich zurücklehnen.
4) Kreativer
Ein Text erschafft durch die Fantasie des Lesers eigene Welten, Charaktere und Zustände. Durch Spezialeffekte und Animationen verbiegen auch Videos die Realität. Die kreativen Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Bestimmte Produktionen sind durch ihren besonderen Look berühmt geworden, z.B. Apple-Werbeclips oder Sin City. Die Postproduktion zaubert aber erst Feuer in eine Unterwasser-Szene und eingeblendete Texte unterstreichen Wichtiges. Einem Text geht hier schneller die “Puste“ aus.
5) Glaubwürdiger und Kompetenter
Menschen vor der Kamera wirken nicht nur durch ihren Titel kompetent sondern auch durch ihr Verhalten. Schreibt ein Redakteur einen Test über ein Handy und gibt dem Leser ein Fazit an die Hand, belegt niemand anderer die Kompetenz des Autors, als der Autor selbst. Testet hingegen jemand vor laufender Kamera ein Handy, sieht der Zuschauer an seinen Bewegungen ob der Tester mit dem Gerät gut vertraut ist. Muss er im Menü suchen oder bedient er es fast blind? Wenn ein Professor vor der Kamera auch noch aussieht wie ein typischer Prof., fordert es das Vertrauen des Zuschauers zusätzlich. Zudem lassen sich in Videos Werbebotschaften leichter verstecken als in Texten und Bildern, die Möglichkeiten sind größer.
Beispiel: Ein Unternehmen bekommt einen neuen zusätzlichen Geschäftsführer. Der Flurfunk erzeugt die ersten negativen Gerüchte. Geht es dem Unternehmen gut? Werden wir alle entlassen? Wenn jetzt der neue Vorgesetzte ein Video verschickt, in dem er den Mitarbeitern erklärt, dass alles in Ordnung ist und er zur Verstärkung aufgrund des gesunden Wachstums an Bord geholt wurde, verstummen die negativen Stimmen umgehend. Eine Massenmail an everyone@everywhere.de kommuniziert das weniger glaubhaft.
6) Vielseitiger
Bewegtbild ermöglicht weitaus mehr Möglichkeiten an eine Zielgruppe “anzudocken”. Bestimmte Situationen, Charaktere, sympathische Gesichter und passende Musik holen den Zuschauer ab und er identifiziert sich sogar damit. Ein Text hat hier nur wenige Sekunden Zeit: Der Leser überfliegt kurz die Bilder und die Überschrift. Erwecken diese nicht sofort seine Aufmerksamkeit, konsumiert er das Werk nicht und der Text hat, ob gut geschrieben oder nicht, das Ziel verfehlt.
7) Neutraler
Videos wirken neutral. Eine hervorragende Möglichkeit, Werbebotschaften zu transportieren. Ist ein viraler Spot gut gemacht, leiten ihn begeisterte Zuschauer weiter ohne daran zu denken, dass er in diesem Moment als Werbemedium dient. Erfolgreiche Filme teilen Menschen über Facebook oder versenden den Link per Mail. Eine gedruckte Anzeige schafft es nur selten in irgendwelche Verteiler. Online-Videos sind oft mutiger als klassische Werbung aus dem TV. Oder kennt jemand einen aufregenden Spot über Tütensuppe oder Waschmittel?

8) Nachhaltiger
Bewegtbild spricht mehr Sinne an und verankert sich somit auch mehrfach im Kopf. Ein Selbsttest: Welche drei Artikel (außer diesem) haben Sie zuletzt gelesen und welche drei Videos haben Sie sich angesehen? Ein guter Film, ein trauriges Ende – all diese Sachen bestehen länger, da sie mit einem Gefühl gekoppelt sind. Im Optimalfall erinnert sich der Zuschauer sogar durch bestimmte Impulse erneut an den Clip, deshalb sind Wiedererkennungswerte besonders wichtig.
9) Akzeptierter
Eine aktuelle Bitkom-Studie beweist: Jeder zweite Internetnutzer guckt Videos im Netz und jeder siebte stellt eigene Videos online. Übrigens gucken Männer mehr Mini-Filme als Frauen. Der Erfolg von YouTube und Co kommt nicht zufällig. Bewegtbild ist ein starkes und zeitgemäßes Kommunikationsmittel.

10) Preiswerter
Bewegtbild lässt sich heute viel preiswerter realisieren. Kameratechnik und Schnittplätze kosten deutlich weniger als vor 10 Jahren. So sind auch für kleine und mittelständische Unternehmen hochwertige Produktionen realisierbar. Auch die Verbreitung an sich ist günstiger geworden. Wer ein Print-Produkt verteilen will braucht eine Druckerei, Videos verteilen sich rasend schnell über Video-Plattformen, Facebook, YouTube und E-Mail-Link. Selbst Millionen Abrufe kosten nicht extra. TV-Werbung und Digital Signage ausgenommen. Bandlose Workflows und erschwingliche HD-Kamerasysteme, die auf preiswerte Medien wie SD-Karten oder Festplatten aufnehmen, sparen viel Zeit und bares Geld.
Die Gründe für Bewegtbild und gezielte Produktionen sind vielseitig. Unternehmen und Medien, die mit der Zeit gehen, dürfen darauf nicht mehr verzichten. PAGES Media produziert seit 2006 Videos für die Industrie, für staatliche Einrichtungen, Medien und Verlage sowie TV-Sender. Als Full-Service-Agentur beraten wir Sie gerne und informieren über Möglichkeiten, liefern Ideen und schätzen Kosten. Ein Anruf oder eine Mail genügen. Sprechen Sie uns an — Wir lieben Bewegtbild! (tp)
PS: Die Bilder stammen aus unserer Video-Kooperation mit F&H. Den ganzen Film gibt es in unseren Beispielen und auf YouTube.
